1. Zustandsbeschreibung

Ausgangspunkt der Arbeitsgruppe war ein Austausch über konkrete Einzelfälle (Schüler/Klassen), bei denen es zu (ungelösten) Konflikten zwischen Eltern und Lehrern gekommen ist. Dabei wurde deutlich, dass die Erwartungen der jeweils Betroffenen nicht formuliert und deswegen nicht zur Kenntnis genommen wurden.

Die Situation war unbefriedigend für alle Mitglieder der Schulgemeinde und somit verbesserungswürdig.

2. Zielvorstellung

In der Arbeitsgruppe sollen Erwartungen und Kritiken offen ausgesprochen und hieraus resultierend im Schulalltag umgesetzt werden können. Auch wenn die Zusammenarbeit Lehrer-Eltern in vielen Fällen funktioniert und die Situation für Lehrer/Eltern/Schüler verbessert, kommt es immer wieder zu belastenden und festgefahrenen Konstellationen. Die AG möchte zur Problemlösung beitragen, indem

 a)      die berechtigten Interessen sowohl der Lehrer als auch der Eltern formuliert und damit transparent gemacht werden.
Ziel: Bewusstmachung auch der gemeinsamen Interessen, nicht nur der Differenzen.

b)      Eine Konfliktlösungshierarchie aufgestellt wird (Beginnend mit dem Vier-Augen-Gespräch)
Ziel: eine sachorientierte Lösung auf möglichst niedriger Konfrontationsebene.

3. Leitgedanken

Die Hauptarbeit der Erziehung muss im Elternhaus geleistet werden. Schule und Elternhaus müssen im Interesse der Kinder gut zusammenarbeiten!

4. Strukturelle Voraussetzungen/Maßnahmen

Die Arbeitsgruppe Eltern - Lehrer - Zusammenarbeit wurde gegründet, um die Kommunikation unter den einzelnen Gruppen der Schulgemeinde zu erweitern.
Sie tagt mindestens einmal pro Schulhalbjahr und setzt sich zusammen aus Vertretern des Schulelternbeirats, des Personalrats, der Verbindungslehrer der Schülervertretung und weiteren interessierten Mitgliedern der Schulgemeinde.
Die Thematik sollte insgesamt auf eine breitere Basis gestellt werden. Denkbar wäre z.B. eine Fragebogenaktion bei der Lehrerschaft und den Eltern(-beiräten).

5. Mögliche Schwierigkeiten

Fehlende Motivation, Passivität, Desinteresse auf beiden Seiten. 

6. Strategie

Programm zur Konfliktbewältigung, Patenschaften für „neue Eltern“ und Elternbeiräte, Workshops.

7. Aktionsplan:

Die Arbeitsgruppe konnte an die folgenden Aktivitäten der Elternschaft anknüpfen, die geeignet sind, eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternschaft zu bewirken und das „Wir-Gefühl“ zu stärken:

Seither ist ein Konfliktbewältigungsplan aufgestellt worden, der in allen Klassen aushängt.

Alle Eltern erhalten ein Begrüßungsschreiben mit Informationen des Schulelternbeirats am ersten Schultag.

Eine besondere Informationsmappe unterstützt die Arbeit der neuen Elternbeiräte und dient der Professionalisierung von deren Arbeit.

Die neuen Elternbeiräte werden von "Paten" aus dem Schulelternbeirat "an die Hand genommen". Zur Einführung der "Neuen" werden auch Workshops veranstaltet.

Besondere personelle und materielle Ressourcen der Elternschaft werden der Schule über einen "Service-Pool" erschlossen. Hier können im Bedarfsfall beispielsweise Transportmöglichkeiten oder besondere Kompetenzen für Projekte und vieles mehr abgerufen werden.

Um eine breite Beteiligung der Elternschaft bei schulischen Veranstaltungen zu erreichen, wurden beispielsweise die unterschiedlichen gastronomischen Bereiche beim Schulfest auf einzelne Klassen übertragen, während die Lehrer zusammen mit den Schülern für das Programm sorgen. Die Bewirtung bei den Informationsveranstaltungen für Viertklässler erfolgt durch die Eltern der Klassen 5.

Über einen Bücherflohmarkt erwirtschaften die Eltern regelmäßig Gelder zur Unterstützung von sozial schwachen Schülern bei Klassenfahrten.

Als nächstes müssen die "Zehn Gebote" der AG Eltern-Lehrer-Zusammenarbeit in den Gremien vermittelt und akzeptiert werden.

Dazu kommt die Fortsetzung des ständigen Erfahrungsaustausches zwischen Schulleitung und Schulelternbeirat sowie ein Erfahrungsaustausch in der Arbeitsgruppe mit Ergebnisabfrage.

Die Verantwortung für den Prozess des in diesem Baustein Dargestellten haben Herr Idstein (Vorsitzender des Schulelternbeirates), Herr Leyser (Vorsitzender des Personalrates) sowie Herr Forbach (Verbindungslehrer) übernommen.